Samstag, 21. Oktober 2017


Theater

Uraufführung am 20. November 2017

Kalte Heimat – Was heißt woher?

Ein Theaterprojekt über das Angekommensein von AKA:NYX / Dorothea Schroeder

Uraufführung am Montag, 20. November 2017 um 19.30 Uhr im Café im Bellevue di Monaco
(Müllerstraße 6, Ecke Corneliusstraße, 80469 München)

Weitere Vorstellungen am So., 26. und am Mo., 27. November 2017 um 19.30 Uhr im Café im Bellevue di Monaco

Empfohlener Eintritt: 12 € / ermäßigt 8 €
Everybody is welcome!
Reservierung:
Tel.: +49 (0)176 77 69 77 72
Mail: info@kalteheimat.de

1945ff. Wie ging man nach Kriegsende in Deutschland mit den Flüchtlingen und Vertriebenen um? Als in Bayern Bürgermeister und Gemeinderäte über Nacht 500 Fremde zugewiesen bekamen und keine Feldbetten der Bundeswehr oder des Technischen Hilfswerks zur Verfügung standen. Als an der Oder Tausende Flüchtlinge campierten und nicht vor und nicht zurück konnten. Als Städte wie Bremen eine Zuzugssperre ausriefen und die Solidarität in ländlichen Regionen ausblieb. Schon damals fragte man sich: Wie soll denn das gehen? Wie sollen wir das schaffen? Wie kann unsere Gesellschaft, Deutschland, denn aussehen, bei so vielen Fremden?
Seitdem sind viele Millionen Menschen in die Bundesrepublik gekommen. Russland-Deutsche und Rumänien-Deutsche, Kriegsflüchtlinge aus Vietnam und Bosnien, mit der DDR wurde sogar ein ganzer Staat übernommen, integriert, eingegrenzt. Wie hat sich die Gesellschaft seitdem verändert? Wie wurden bzw. werden Fremde in unserer Gesellschaft aufgenommen? Und was ist das Andere, Andersartige, Befremdliche, Verwunderliche an der Situation heute, als 2015 an nur einem Tag 12.000 Menschen alleine in München ankamen?
Das dokumentarische Theaterprojekt »Kalte Heimat - Was heißt woher?« verknüpft die alten Geschichten von Vertreibung und Verlust mit dem Neuen, Unbekannten, das unsere Gesellschaft heute spürbar in Aufregung versetzt. Vertriebene, ehemals Geflüchtete und Spätaussiedler erzählen vom Ankommen in Deutschland und treffen auf Menschen, die neu hier sind und von denen viele nicht wissen, ob sie bleiben dürfen. »Kalte Heimat« ermöglicht Begegnung und Dialog.

Dorothea Schroeder wurde im nordrhein-westfälischen Mettmann geboren. Nach mehreren Assistenzen und längerer humanitärer Arbeit in einem kroatischen Flüchtlingslager begann sie 1997 das Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, das sie im Jahr 2001 mit dem Diplom abschloss. Seither arbeitet sie als freie Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater u. a. in Tübingen, Köln, München, Erlangen, Berlin, Düsseldorf, Mannheim und Karlsruhe. 2003 absolvierte sie ein Gaststudium am Theaterinstitut GITIS in Moskau. Gemeinsam mit Nina Gühlstorff entwickelte sie eine Methodik für dokumentarische und soziokulturelle Theataerprojekte:. Gemeinsam mit Nina Gühlstorff entwickelte sie eine Methodik für soziokulturelle Theaterprojekte: Aus qualitativen Interviews entstehen literarische Monologe, wiedergegeben von Schauspielern im Stadtbild. Sie erhielten mehrfach Förderung von der Kulturstiftung des Bundes, ihr Projekt »Der Dritte Weg. Eine theatrale Demonstration« zum Thema »20 Jahre Mauerfall« wurde als exemplarisches Beispiel zum Festival HEIMSPIEL 2011 eingeladen.
2015 bis 2017 war sie am Landestheater Tübingen für »Believe Tank«, einem zweijährigen Rechercheprojekt zum Thema „Glauben“ im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, engagiert.
In München und Augsburg war zuletzt ihr Projekt »Schluchten. Ein theatraler Spaziergang« zu sehen, eine freie Stückentwicklung mit Sinti und Schauspieler*innen, gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Fonds Darstellende Künste, der Stadt Augsburg und Demokratie Leben!



Neuigkeiten

Ähnlich aber anders

70 Jahre Integrationserfahrung nach Flucht und Vertreibung
Dienstag, 17. Oktober 2017 um 19.00 Uhr im Haus des Deutschen Ostens (Am Lilienberg 5, 81669 München, S-Bahn Rosenheimer Platz, Tram Deutsches Museum oder Gasteig)
Mit Dorothea Schroeder, Regisseurin, und Mitwirkenden des Theaterprojekts »Kalte Heimat - Was heißt woher?«
sowie Prof. Dr. Andreas Otto Weber, Leiter Haus des Deutschen Ostens, Matthias Weinzierl, Bellevue di Monaco und Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung.
Der Eintritt ist frei!
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Tage wie Nächte

Wir freuen uns, daß Thomas Meinhardt noch einmal in seinem fulminanten Soloabend von Josef Rödl zu sehen ist:
Wiederaufnahme am 14. November 2017 im Zentraltheater (Paul-Heyse-Straße 28, 80336 München)
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Vor der Hochzeit und schon Witwe

Beatrix Doderer
Wieder zu sehen am 20. November 2017 um 20:00 Uhr in der Münchner Lach- und Schiessgesellschaft
Ein ungemein dichter Kabarett-/Theaterabend. klug und voll Witz, immer mit großem Respekt vor ihren Figuren.
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Kalte Heimat – Was heißt woher?

Ein Theaterprojekt über das Angekommensein
von AKA:NYX / Dorothea Schroeder
Uraufführung am Montag, 20. November 2017 um 19.30 Uhr im Café im Bellevue di Monaco
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MUTTERLAND ...stille

Ein Projekt von Emre Akal
Uraufführung am Donnerstag 23. November 2017 um 20.00 Uhr im Hoch X
Weitere Vorstellungen am 24., 25. und 26. November 2017 um 20.00 Uhr im Hoch X
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Die goldene Lüge

von Caitlin van der Maas
Uraufführung am Freitag, den 1. Dezember 2017, um 19.30 Uhr im HochX
Weitere Vorstellungen am Samstag, den 2. und Sonntag, den 3. Dezember 2017 um jeweils 19.30 Uhr im HochX
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"Im Freien" - Musikfest in memoriam Wilhelm Killmayer

08. bis 10. Dezember 2017
Gasteig München und Theaterakademie
Künstlerische Leitung: Johannes X. Schachtner, Markus Schmitt, Prof. Moritz Eggert
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Die Haltestelle

Das 10. Stück von Stefan Kastner!
Uraufführung am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 um 20.00 Uhr im schwere reiter/München

10 Jahre Kathrin Schäfer Kultur PR

Ich danke allen, die mich seit der Gründung meiner Agentur im Februar 2007 begleitet und unterstützt haben:
allen Künstlerinnen und Künstlern, allen Journalisten in Nah und Fern sowie allen Partnern, Kolleginnen und Kollegen in den verschiedensten Projekten!
Insgesamt waren es 135 wunderbare Theater-Performance-Tanz-Musik-Austellungs-Projekte  von 46 verschiedenen Auftraggebern!
Herzlichen Dank für das Vertrauen und die offene, angenehme Zusammenarbeit!
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Gratulation

an Karen Breece, Caitlin van der Maas und Stefan Kastner für Ihre Projektförderung 2017.
Mehr zu den einzelnen Projekten in Kürze!
Mehr dazu hier:
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Neu auf goethe.de

Seit Juli 2009 betreuen wir die Online-Redaktion des Goethe-Instituts für die Bereiche Theater und Tanz.

Theater
• »20. Internationales Figurentheaterfestival: Versuchsanordnungen im „Zwischen“« von Anke Meyer (Juli 2017)
• »Die einzigartige deutsche Theaterlandschaft im Jahr 2017: Welterbe und Zankapfel« von Nikolaus Müller-Schöll (Mai 2017)
• »Berliner Theatretreffen 2017: Prä-eskalative Atmosphären« von Christine Wahl (Mai 2017)
• »Theater und Kritik: Deplatzierte Zuschauer und alternde Körper« von Esther Boldt (April 2017)
• »Theatergeschichte: Vom Hoftheater zum föderalen System« von Peter Michalzik (März 2017)

Tanz
• »
Dossier Tanz und Migration: Typologien der Migration« von Franz Anton Cramer (August 2017)
mit Portraits zu Ceren Erek, Ahmed Soura, Paula Rosolen
• »Auf der Suche nach dem (v)erspielten Raum« von Lorenz Aggermann (April 2017/November 2014)
• »Pina Bausch: Kann man Tanz in Vitrinen stellen?« von Sabrina Schleicher (April 2017)
• »Wirklichkeitsbezug im Tanz: Vermögen und Form« von Franz Anton Cramer (Januar 2017)
• »Tanzkritik: Die Lust am Tanz-Text« von Esther Boldt (Januar 2017/April 2016)
• »deufert & plischke: An den Löchern bauen« von Sandra Nöth (Januar 2017/Juni 2016)