Freitag, 15. Dezember 2017


Theater

Uraufführung am 20. November 2017

Kalte Heimat – Was heißt woher?

Ein Theaterprojekt über das Ankommen von AKA:NYX / Dorothea Schroeder

Uraufführung am Montag, 20. November 2017 um 19.30 Uhr im Café im Bellevue di Monaco
(Müllerstraße 6, Ecke Corneliusstraße, 80469 München)

Weitere Vorstellungen am So., 26. und am Mo., 27. November 2017 um 19.30 Uhr im Café im Bellevue di Monaco

Empfohlener Eintritt: 12 € / ermäßigt 8 €
Everybody is welcome!
Reservierung:
Tel.: +49 (0)176 77 69 77 72
Mail: info@kalteheimat.de
Achtung: sehr begrenzte Platzzahl!

1945ff. Wie ging man nach Kriegsende in Deutschland mit den Flüchtlingen und Vertriebenen um? Als in Bayern Bürgermeister und Gemeinderäte über Nacht 500 Fremde zugewiesen bekamen und keine Feldbetten der Bundeswehr oder des Technischen Hilfswerks zur Verfügung standen. Als an der Oder Tausende Flüchtlinge campierten und nicht vor und nicht zurück konnten. Als Städte wie Bremen eine Zuzugssperre ausriefen und die Solidarität in ländlichen Regionen ausblieb. Schon damals fragte man sich: Wie soll denn das gehen? Wie sollen wir das schaffen? Wie kann unsere Gesellschaft, Deutschland, denn aussehen, bei so vielen Fremden?
Seitdem sind viele Millionen Menschen in die Bundesrepublik gekommen. Russland-Deutsche und Rumänien-Deutsche, Kriegsflüchtlinge aus Vietnam und Bosnien, mit der DDR wurde sogar ein ganzer Staat übernommen, integriert, eingegrenzt. Wie hat sich die Gesellschaft seitdem verändert? Wie wurden bzw. werden Fremde in unserer Gesellschaft aufgenommen? Und was ist das Andere, Andersartige, Befremdliche, Verwunderliche an der Situation heute, als 2015 an nur einem Tag 12.000 Menschen alleine in München ankamen?
Das dokumentarische Theaterprojekt »Kalte Heimat - Was heißt woher?« verknüpft die alten Geschichten von Vertreibung und Verlust mit dem Neuen, Unbekannten, das unsere Gesellschaft heute spürbar in Aufregung versetzt. Vertriebene, ehemals Geflüchtete und Spätaussiedler erzählen vom Ankommen in Deutschland und treffen auf Menschen, die neu hier sind und von denen viele nicht wissen, ob sie bleiben dürfen. »Kalte Heimat« ermöglicht Begegnung und Dialog.

Dorothea Schroeder wurde im nordrhein-westfälischen Mettmann geboren. Nach mehreren Assistenzen und längerer humanitärer Arbeit in einem kroatischen Flüchtlingslager begann sie 1997 das Regiestudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, das sie im Jahr 2001 mit dem Diplom abschloss. Seither arbeitet sie als freie Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater u. a. in Tübingen, Köln, München, Erlangen, Berlin, Düsseldorf, Mannheim und Karlsruhe. 2003 absolvierte sie ein Gaststudium am Theaterinstitut GITIS in Moskau. Gemeinsam mit Nina Gühlstorff entwickelte sie eine Methodik für dokumentarische und soziokulturelle Theataerprojekte:. Gemeinsam mit Nina Gühlstorff entwickelte sie eine Methodik für soziokulturelle Theaterprojekte: Aus qualitativen Interviews entstehen literarische Monologe, wiedergegeben von Schauspielern im Stadtbild. Sie erhielten mehrfach Förderung von der Kulturstiftung des Bundes, ihr Projekt »Der Dritte Weg. Eine theatrale Demonstration« zum Thema »20 Jahre Mauerfall« wurde als exemplarisches Beispiel zum Festival HEIMSPIEL 2011 eingeladen.
2015 bis 2017 war sie am Landestheater Tübingen für »Believe Tank«, einem zweijährigen Rechercheprojekt zum Thema „Glauben“ im Rahmen des Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, engagiert.
In München und Augsburg war zuletzt ihr Projekt »Schluchten. Ein theatraler Spaziergang« zu sehen, eine freie Stückentwicklung mit Sinti und Schauspieler*innen, gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Fonds Darstellende Künste, der Stadt Augsburg und Demokratie Leben!



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