Dienstag, 29. September 2020


Musik

16. Oktober 2019

Drei

Komposition für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug von Pierre-Dominique Ponnelle

Uraufführung am Mittwoch, 16. Oktober 2019 um 19:30 Uhr in St. Paul München

Der Eintritt ist frei!

Das Konzertprogramm:
Olivier Messiaen: »Apparition de l'église éternelle« für Orgel
Georges Lentz: »Ingwe«  für E-Gitarre (Ausschnitt)
Johannes Öllinger: »Wherever nothing happens« für Orgel und E-Gitarre
Leander Kaiser: »Das Walross« aus Wassermusik für Vibraphon und Percussion
Pierre-Dominique Ponnelle: »Drei« für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug



„Meine Komposition »DREI« für Orgel, E-Gitarre und Schlagzeug ist ein Nachdenken über die Zahl drei.
Die Drei ist seit Urzeiten ein Symbol für die Synthese. So war sie eine besonders „heilige“ Zahl in Babylon, im alten Ägypten, im Hinduismus; für die Pythagoräer waren Zahlen ein ontologischer Ausdruck der musikalischen
Harmonie der Welt; in der jüdischen Mystik, der Kabbala, kommt mit dem dritten Buchstaben des Alphabets (Buchstaben und Zahlen sind „konvertierbar“) Bewegung in die zuvor statische Welt; die Bedeutung der Drei findet sich mannigfaltig auch im Christentum, von Augustinus bis zur heiligen Trinität. Es käme mir vermessen vor, etwas von all dem konkret in Musik umzusetzen. Vielmehr habe ich versucht, meine Gedanken schweifen zu lassen, das
Wenige, was ich über dieses große Thema weiß, intuitiv in Tönen auszudrücken.“
Pierre-Dominique Ponnelle

Pierre-Dominique PonnelleDer Dirigent und Komponist wurde 1957 in München geboren. Er studierte am dortigen Richard-Strauss-Konservatorium (Komposition bei Rochus Gebhard), sowie bei Otmar Suitner und Herbert von Karajan. Er ist als Dirigent sowohl im Opernbereich als auch in der Sinfonik international tätig. 1992 bis 1996, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, war er Chefdirigent der Staatsphilharmonie in Minsk, Weissrussland. Seine Arbeit dort ist durch Aufnahmen bei den Labels Musicaphon und BMG-RCA dokumentiert, sowie durch den Film »Gesang der Vögel« (Regie: Christian Rischert, BR, 1997). Gleichzeitig gastierte er als freier Dirigent von der Ukraine über den Kaukasus, das Wolga-Gebiet, Sankt Petersburg, Zentralasien, Sibirien bis zum Pazifik. Im Westen dirigierte er u.a. das Bruckner-Orchester Linz, das Orchestre Philharmonique de Lyon, die Münchner Philharmoniker, die Bamberger Sinfoniker, am Opernhaus Zürich, an der Deutschen Oper am Rhein.

2010 erschien beim Leipziger Label GENUIN eine CD mit einigen seiner Kammermusikwerke. Seine Musik wurde unter anderem bei den internationalen Festspielen für zeitgenössische Musik in Odessa (Ukraine) und Rostov-am-Don (Russland) aufgeführt, in Tashkent (Usbekistan) vom Ensemble für moderne Musik »Omnibus«, in München u.a. im Herkulessaal in der Konzertreihe von Georg Hörtnagel, von Musikern des Bayerischen Staatsorchesters im Künstlerhaus, von Mitgliedern des Münchener Kammerorchesters im Rahmen eines Porträtkonzertes im Orff-Zentrum-München, sowie in der Bayerischen Akademie der schönen Künste.

2018 wurde ihm der Preis für Völkerverständigung von der Stiftung für Demokratie und Marktwirtschaft in München verliehen.

Quelle: Bernrieder Musikfestival 2019
Foto: Ingrid Theis



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