Freitag, 15. Dezember 2017


Theater

Uraufführung: Fr., 6. und Sa., 7. Oktober 2017 von 15:00 bis 22:00 Uhr im schwere reiter und Pathos Atelier

Das kommende Verschwinden

Preenactment einer fiktiven Konferenz von Sebastian Blasius

Uraufführung am Fr., 6. und Sa., 7. Oktober 2017 von 15:00  bis 22:00 Uhr im schwere reiter und PATHOS Atelier
(Dachauer Straße 112 + 114, 80636 München / Tram 12, 20, 21, Bus 53, Leonrodplatz)

Eintritt: 17,00 € / ermäßigt 8,00 €
VVK/Reservierung:
Ticket-Telefon: 0152 / 054 35 609
Online-Reservierung: www.pathosmuenchen.de/tickets/

Am 6. und 7. Oktober 2017 sind die Zuschauer*innen von 16.00 bis 22.00 Uhr eingeladen, der Konferenz beizuwohnen. Kommen und Gehen ist jederzeit möglich. Die Ausstellung im PATHOS Atelier öffnet jeweils um 15.00 Uhr.

Wir schreiben das Jahr 2045 und befinden uns in einer Dystopie: Der Rechtspopulismus hat die Oberhand gewonnen und linke Positionen an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängt; nicht enden wollende Migrationsströme führen zu einer Abschottung Europas und ausufernden Auffanglagern an den Außengrenzen; Terrorismus ist zum Alltagsphänomen geworden und die Digitalisierung hat circa die Hälfte aller Arbeitsplätze ersetzt. Die Entwicklungen seit 2017 hätten für den Großteil der Bevölkerung nicht schlechter laufen können. All jene Privilegierten, die es trotz oder gerade wegen dieser Umstände zu etwas gebracht haben, ziehen sich in Gated Communities zurück. Alle anderen, die »Unnützen«, deren Fähigkeiten nicht mehr profitabel, deren Leben volkswirtschaftlich »wertlos« geworden ist, leben hochgradig prekär, nomadisch und oftmals wohnungslos.

Für »Das kommende Verschwinden« hat Sebastian Blasius sieben Wissenschaftler*innen u.a. aus Sozialwissenschaft, Migrationsforschung, Architektur, Technik und Philosophie eingeladen, sich das oben beschriebene Szenario vorzustellen. Aus der Perspektive ihres Faches halten die Forscher*innen nun einen Vortrag im Rahmen einer fiktiven Konferenz. Retrospektiv schauen sie von 2045 auf 2017 zurück und analysieren die Gesellschaft unserer Gegenwart: Was waren unsere Handlungsräume, die Dystopie zu verhindern? Welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten hatten wir, die wir übersehen haben - und warum? Welche Gefahren haben wir ignoriert, welche Optionen verpasst, welche Utopien gegen kurzfristiges Handeln eingetauscht? Wie gedenken wir all jenen, die den Kampf um ein einträgliches Leben verloren haben? Sechs Künstler*innen haben Entwürfe für ein fiktives Memorial erarbeitet, das an die Opfer dieser düsteren Entwicklung erinnern soll. Diese werden zeitgleich zur Konferenz im PATHOS Atelier zu sehen sein.

»Das kommende Verschwinden« ist eine interdisziplinäre Arbeit an den Grenzen von wissenschaftlichem Symposium, Theateraufführung und Bildender Kunst. Sie verwebt verschiedene Realitäts- und Fiktionsebenen und spielt gleichermaßen mit Elementen des Dokumentarischen sowie der Fiktion.



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